Montag, 15. Februar 2016

Glass Sword Lesetagebuch oder Wie Rike versucht, nicht zu sterben

Hallo ihr Lieben! Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Glass Sword von Victoria Aveyard, die Fortsetzung ihres Gefühlszerstörers und Bestsellers Red Queen oder Die rote Königin, ist vor einigen Tagen erschienen!
Ich habe das Buch eben beendet und muss sagen: Respekt! Wer sagt, dass Bücher nicht so starke Gefühle wie die Realität hervorrufen können, der hat diese Reihe definitiv noch nicht gelesen!!

Jetzt kommt also eine Mischung aus Lesetagebuch, Rezension mit Spoilern und ein Post, in dem ich einfach meine Meinung zu Glass Sword loswerden will!

Falls du es noch nicht gelesen hast, solltest du es auf JEDEN FALL tun, aber auch auf JEDEN FALL jetzt aufhören zu lesen, sonst kann ich für nichts mehr garantieren!

Davor

Links sehr ihr einen Austausch zwischen einer Bookbloggerin oder Booktuberin, die offensichtlich ein Lesexemplar im Voraus bekommen hat, und Victoria Aveyard. DAS hörte sich ja sehr zuversichtlich an!

Der letzte Satz ist das beste, was sie je geschrieben hat?
Tränen, Hoffnungslosigkeit, in eine endlose Schlucht der Verzweiflung fallen?
DAS HÖRT SICH JA SOOO TOLL AN!

Also ich hatte da schon ziemlich Angst...

Dann waren wir auf der Buchmesse und haben ihr das auch gesagt:

Victoria: I hope you liked Red Queen!
Ich: Yeah ist was awesome! And we´re really looking forward to the next book! But we´re kinda scared because of what we saw on Twitter...
Victoria: Oh, you don´t have to be! *evil smile*
(Dialog aus dem Gedächtnis wiedergegeben, ich war so aufgeregt, da kann ich mich an kaum noch was erinnern)

DAS war natürlich auch sehr beruhigend. Wundervoll.

Und mit diesem Gefühl habe ich angefangen: Ich werde wahrscheinlich am Ende emotional vollkommen fertig sein. Und ich weiß nicht, was mich erwartet, das Ende von Red Queen mit dem Plot Twist war definitiv auch nicht ohne! Ich hatte diese Mischung aus Angst, Erwartungen und Nervosität. Eine Freundin von mir wurde jedenfalls ziemlich zugespamt mit meinen Panikattacken, danke for being my book friend, buddy.

S.98

Fing ja relativ harmlos an. Jetzt stellt sich aber heraus, dass die Scarlet Guard nicht nur die guten sind! Und als sie Mare zu dem schon gefangengehaltenen Cal sperren, war ich vollkommen am Ende, genau wie sie. Da wähnt man sich sicher zwischen Leuten, die genau das gleiche Ziel haben und es stellt sich heraus, dass sie einfach nur verräterisch sind. Besonders der Verrat von Kilorn hat so unglaublich wehgetan! Klar, im Nachhinein sah es nicht mehr so schlimm aus, aber in dem Moment saß ich einfach nur da und... hab von meinem Buch aufgeblickt, weil ich es einfach nicht fassen konnte. Wahrscheinlich war das auch noch im Bus und ich habe irgendwelche Leute total creepy angestarrt... Na toll.

Und da hatte ich übrigens auch Angst vor dem Ende! Denn wenn mich nach noch nicht mal 100 Seiten dieses Buch so fertigmacht... Was soll denn dann noch kommen?!?!

S.255

Ich kann jetzt leider nicht alles aufzählen, was in der Zwischenzeit passiert ist, denn ehrlich gesagt müsste ich jetzt schon ziemlich im Gedächtnis kramen, aber das ist keine Zusammenfassung und ihr habt das Buch auch gerade erst gelesen!

An dieser Stelle gesteht Kilorn Mare (die da schon was mit Cal hat) seine Liebe für sie. Es war von Anfang an klar, dass sich da etwas entwickeln wird und ich bin sehr glücklich, dass es keine Dreiecksgeschichte geworden ist!
Jedenfalls: Kilorn, du bekommst einen Preis, The Award for the best reaction for being in the Friendzone.
Er ist nicht Aspen aus Selection, der einfach nicht erkennt, dass er keine Chance hat! Und das ist auch gut so! Kilorn for President.

S.257

Mare stellt fest, dass es gar nicht so einfach ist, weil Silver nicht gleich böse und Red eben nicht gleich gut ist. Das stimmt auch! Bei sehr sehr vielen YA Fantasyreihen  gibt es einzelne Personen aus den verfeindeten Parteien, die sich wandeln, aber im großen und ganzen ist es doch sehr schwarz-weiß gezeichnet. Ich fand es irgendwie sehr erfrischend, dass Mare das so erkennt. Sonst fallen solche Dinge erst bei Buchbesprechungen auf!

Von Victorias Instagram

Shades Tod

Es war sehr sehr trauríg, dass Shade gestorben ist, denn ich mochte ihn wirklich sehr, obwohl man eher wenig von ihm weiß. Das könnte an Aveyards Schreibstil liegen: Offensichtlich erzählt Mare die Geschichte nicht dem Leser und gibt kaum Hintergrundinformationen aus der Vergangenheit oder beschreibt das Aussehen von Personen sehr detailliert (das ist mir beim 2. Mal Red Queen besonders aufgefallen!). Dadurch distanziert sie sich vom Leser und man bekommt einen sehr eingeschränkten Blick auf die Dinge, eben auch auf Shades Persönlichkeit. Es ist schwerer, sich eine Meinung zu den Charakteren zu bilden, aber wenn man es tut, ist sie objektiver, da nicht auch noch Mares Gefühle groß mit reinspielen.
Außerdem kann man sich so auch leichter von ihr selbst distanzieren. Es gab viele Phasen im Buch, wo ich ihr überhaupt gar nicht zustimme, nämlich wenn sie beschließt, stark zu wirken und sich selbst in eine Rolle zu zwingen, z.B. als sie ihre Eltern wieder trifft und versucht, nicht zu weinen. Mädchen, das ist deine Familie. Wenn du dir erlauben kannst, vor jemandem auch mal schwach zu sein, dann vor deiner Familie und vielleicht Cal. Aber Mare ist einfach nicht so gut mit sozialer Interaktion und ist auch nicht besonders offen!

DAS ENDE

Ja das Ende. Durch die Ankündigungen und alles habe ich das schlimmste erwartet und habe am Samstag, als ich genug Zeit gehabt hätte, Glass Sword im Bus fertig zu lesen, entschieden zu warten. Stattdessen habe ich To Kill A Mockingbird für die Schule mitgekommen. Am Sonntag hatte ich dann mal 2 Stunden Luft und habe es in Ruhe zu Ende gelesen.

Ganz ehrlich: Ich fand die oben beschreibende Stelle, wo Kilorn sie "verraten" hat, frustrierender. Als Mare sich ergeben hat, war ich nicht verzweifelt, denn ich war von Anfang an gegen die Aussage, dass sie für nichts und niemanden wieder zurück zu Maven gehen würde. Natürlich war es schlimm, aber der Epilog hat mich noch mehr fertig gemacht. Seltsamerweise war ich nicht geschockt oder traurig/wütend/..., sondern ziemlich... leer. So, als hätte es am Ende eines Kapitels einen Cliffhanger gegeben und ich habe halt nicht die Chance, weiterzulesen. Ich war die Zeit danach noch total im Buch drin, habe die letzten Kapitel noch ein paar Mal re-readet und habe auf dem Weg zur Arbeit melancholische Musik gehört. Schon am Abend habe ich mich gezwungen, Tarkin (mein erstes Rezensionsexemplar, HELL YEAH) anzufangen, um bloß nicht in einen Reading Slump abzustürzen.
Kurz, ich war weniger emotional wegen des Endes als wegen der Zeit, die ich noch bis zum nächsten Band warten muss!! Und das macht mich wirklich krank. Aber ich hab ja genug andere Bücher und wir haben ja auch das Ende von RQ überlebt!

Danksagung

Victoria gehört zu den letzteren. Quelle 
Ich mag ja Danksagungen sehr, nur hier... Der erste Satz war: Before I thank any one person, I would really like to thank the leftover pizza I´m currently eating. It´s really good.
Als ich das gelesen hab, hab ich erst mal verzweifelt das Buch zugeschlagen und habe über das Ende nachgedacht, weil ich mich nicht von der Danksagung ablenken lassen wollte. Als ich sie später komplett gelesen habe und über diesen komischen ersten Satz nachgedacht habe, ist mir eins aufgefallen: Victoria ist ganz schön fies. Ich meine, dieser Satz am Ende eines Buches mit Happy End, okay. Aber hier?! Sie hat sich wahrscheinlich gedacht:
Hey, die haben grade ein ganz schön fieses Buch gelesen. Und warum ist es fies? Wegen MIR! Muhahahaha. Also bin ich heute mal ganz Satan und schreibe so wunderbar sadistisch diesen ersten Satz, der sich sowas von total über die Gefühle meiner Leser lustig macht. Hell yeah.

Ich glaube, es würde mir sehr gefallen, Autor zu werden, denn irgendwie finde ich diese Aktion von ihr ziemlich cool!

Ich habe im Moment noch niemanden im real life, mit dem ich über Glass Sword reden kann, also wenn ihr etwas zum Buch loswerden wollt, schreibt es bitte in die Kommentare!

 

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