Montag, 11. April 2016

Rezension - Wild Cards 2: Der Sieg der Verlierer

Mal was Neues: Ich habe den ersten Band nicht rezensiert, aber jetzt den zweiten! Das ist so, weil a), Der Sieg der Verlierer ein  Rezensionsexemplar ist und b) ich keine Zeit hatte, davor den ersten zu re-readen und ich kaum noch was wusste! Werde ich hoffentlich in der nächsten Zeit noch schaffen!

Wild Cards -  Der Sieg der Verlierer


Inhalt (deutet einiges aus dem ersten Band an, spoilert aber nicht direkt)
Nachdem die Asse, die durch das Wild Card Virus Superheldenkräfte bekommen hatten, gemerkt haben, dass ihre Kräfte in Kriegsgebieten mehr ausrichten können als in einer Fernsehshow, gibt es jetzt eine Spezialabteilung der UNO: Das Komitee. Viele Charaktere des ersten Teils haben sich unter der Leitung von John Fortune, der von einer ägyptischen Gottheit geleitet wird, zusammengetan, um der Ungerechtigkeit auf der Welt ein Ende zu bereiten. Und da gibt es nicht wenige:
Im Nahen Osten blockiert ein Prinz der Kalifate den Zugang zum Öl, in Afrika braut sich ein Bürgerkrieg zusammen... Doch das rückt alles in den Schatten, als ein kleiner Junge seine Wild Card Fähigkeiten nicht unter Kontrolle hat und seine Heimatstadt in die Luft jagt.

Meinung
Ich bin ein großer Fan dieses Projekts. Die Idee, dass viele Autoren zusammen eine Geschichte mit ihren Charakteren schreiben, ist wirklich spannend und macht das Buch so sehr abwechslungsreich. Bei anderen Büchern ermüdet man manchmal, weil der Stil irgendwann bekannt ist und wenn dann auch noch die Handlung stockt... Aber nicht hier! Durch die Autorenwechsel jedes Kapitel, die verschiedenen Handlungsstränge und natürlich die rasante Story wird es garantiert nicht langweilig! Auch das Konzept ist wunderbar: Es gibt massig Superheldenfilme/ -Comics/ etc., aber dieses Buch zeigt, wie es wirklich sein kann, wenn zufällig Mitglieder der Gesellschaft Superheldenkräfte bekommen, die Asse, und andere körperliche Veränderungen, die Joker.
Als Folgeband des ersten Buchs ist Sieg der Verlierer auch sehr hochwertig. Der insgesamt sehr von Moralvorstellungen geprägte erste Band war nur der Auftakt zu den WIRKLICHEN Konflikten, die die Charaktere jetzt erwarten.
Und da ist auch schon der nächste Punkt, der mich von den Socken gehauen hat: Die Charaktere.
Drummer Boy, Bubbles und Curveball und die anderen, die wir ja alle schon aus dem ersten Teil gut kennen, sind jetzt für das Komitee unterwegs und stoßen dabei auf die Frage, ob sie wirklich das Richtige tun. Das Moralproblem kennt man ja schon aus Band 1, trotzdem geht es viel mehr in die Grauzone als die Schwarz-Weiß Zeichnung in Das Spiel der Spiele und wird dadurch viel interessanter.
Die Charaktere, die neu bzw. fast neu eingeführt werden, finde ich aber viel spannender. Niobe hat sich als Forschungsobjekt dem Staat zu Verfügung gestellt und bekommt Zweifel; Noel lebt ein unglaubliches Doppelleben und sucht nach Prioritäten - diese Charaktere und ihre Kapitel waren einfach nur geil zu lesen.
Allgemein sind die Figuren super gut ausgearbeitet. Es gibt so viele Situationen, bei denen man sich totärgert über kindisches Verhalten und Machogehabe... Aber ganz ehrlich, das macht doch ein vielseitiges Buch aus. Die Charaktere sind nicht alle liebenswert und nachvollziehbar, genau so wenig wie echte Menschen!

Kurz
Erklärung zum Empfehlungssystem HIER

Als Fortsetzung total gelungen (ich würde empfehlen, den ersten Teil auf jeden Fall zu lesen!), eine tolles Konzept mit tollen Charakteren.
Zu empfehlen ALLEN. Mut Ausnahme von sehr jungen Lesern vielleicht. Egal ob Fantasy/ SciFi/ Romance Fan - hier wird sich jeder gut zu Hause fühlen.
Und deswegen bekommt Wild Cards - Der Sieg der Verlierer auch 5 Dementoren.

Link zum Buch
 Link zum 1. Band

An dieser Stelle vielen Dank an Blanvalet für das Rezensionsexemplar!

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