Donnerstag, 7. Juli 2016

Rezension - Der Heckenritter von Westeros

Schon Ewigkeiten in meinem Schrank, dann endlich gelesen und in meinem Blog-Notizbuch Notizen für die Rezi gemacht, wo sie dann auch Ewigkeiten rumdümpelten...
Der Heckenritter von Westeros, die drei Kurzgeschichten aus der Welt von Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin.
Ob das an die Saga herankommt? Schwierig.

Inhalt
Ser Duncan ist nach dem Tod seines Mentors allein unterwegs: Als Heckenritter streift er durch das Land, nimmt hier und da Aufträge an, um über die Runden zu kommen.
Als er sich bei einem Turnier beweisen will, rutscht er in die Intrigen des Königshauses herein... und findet einen Knappen, an dem mehr ist, als das Auge scheint...

Meinung
Man merkt eindeutig, dass Martin in die ASIOAF Reihe mehr Energie und Liebe steckt als in diese Kurzgeschichten!
Duncan ist ein sehr liebenswerter Charakter, er hat etwas von einem tapsigen Bären, der in einem Rudel Wölfe überleben will. Er ist nicht gerade der hellste Kopf, aber sehr ehrlich und GUT. Es gibt ja diese Theorien, dass er ein Vorfahr von Brienne of Tarth ist und ich muss sagen: Das passt! Die fighting skillz, die superkorrekten Moralvorstellungen, ... einfach alles.
Duncans likable personality ist eine der wenigen Pluspunkte des Buchs, sonst ist es eher so duh. Insgesamt wirkt alles wie der Auftakt zu einer größeren Sache.. die aber nicht passiert. Was mich zum Beispiel wirklich interessieren würde, wäre die Weiterentwicklung von Ei, dem Knappen. In ASIOAF sehen wir ja diverse Charakterentwicklungen von Kindern: Arya, Sansa, Bran usw. Ich habe deswegen schon einige Ansprüche an GRRM, die sich im Heckenritter nicht ganz erfüllt haben!

Im Vergleich zu ASIOAF (was ich IMMER im Hinterkopf hatte) ist der Heckenritter einfach irgendwie flach und unspektakulär. Die Intrigen sind nur halb so verstrickt, es gibt keinen wechselnden Point of View und es wird relativ viel Zeit in wenig Text abgedeckt. Dadurch ist es eher eine Mischung aus historischer Erzählung und richtigem Roman und die Charaktere bekommen einfach nicht so viel Platz, sich wirklich realistisch zu zeigen.


Kurz
Schöne Storys für ASIOAF Fans (vor allem, wenn ihr den Begleitband A World of Ice and Fire über die Welt Westeros mögt!), die aber als einzelnes Buch nicht überzeugt. Darum gibt's 3 Dementoren: Nett, aber nichts krasses.

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